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Riesenburg - kurze Geschichte der Burg

Riesenburg - kurze Geschichte der Burg

Die älteste Erwähnung über die Burg befindet sich in der Urkunde aus dem Jahre 1250, Zuname Boreš (von Rýzmburk). Die historischen Forschungen des Baus bestätigen, dass kurz vor diesem Datum (1248/1249) einer der Türme im oberen Burgteil erbaut wurde. Die Burg (bzw. deren ältester Teil) entstand so irgendwann in der ersten Hälfte des 13. Jh. Sie wurde in der strategischen Lage am Rande des Erzgebirges an der wichtigen Fernroute von Tschechien nach Sachsen, welche schon seit der Urzeit genutzt wurde, situiert.

 

Die ehemaligen Burgeigentümer – die Herren von Riesenburg, oder „Hrabišic“ – Rechener (sie hatten im Wappen einen Rechen), gehörten zu den bedeutendsten Adelsgeschlechtern des mittelalterlichen Tschechien und beteilten sich somit an der Entwicklung der ganzen Nordwestlichen Region von Tschechien. In Osek gründeten sie außerdem das bedeutende Zisterzienser Kloster. Viele der Geschlechtsmitglieder wirkten auch an bedeutenden Stellen im Königshof.

Die Herren von Riesenburg verkauften im Jahre 1398 ihren Eigentum, incl. der Burg in Osek an den Meißner Markgrafen und kehrten in diese Region niemals zurück. Die Burg diente nicht mehr als Residenz und war weiterhin in Verwaltung eines beglaubigten Beamten – Burggrafen. Verkauf der Herrschaft Osek und Dux spielte sich aber ohne Zustimmung des Königs ab, was bejahrte Streite um den Eigentum, welche erst im Jahre 1459 durch die Rückgabe zu den Händen des Böhmischen Königs aufhörten. Im Jahre 1530 verkaufte der König Ferdinand I. die Burg Riesenburg an die Herren von Sulevice. Diese siedelten aber bald danach (um 1538) in das bequemere Schloss in Dux, während die Burg Riesenburg langsam verlassen war und begann zu verkommen.

 

Riesenburg gehört zu den umfangreichsten Burgen in Tschechien. Sie ist an einem langen und schmalen Felsensporn aufgebaut, welcher von der Ost- und Nordseite mit einem Fluss umströmt ist. Aus der Sicht des mittelalterlichen Militärwesen handelt es sich um eine Qualitätsfestung, welche scheinbar niemals erobert wurde. Die Burg hat zwei Basisteile. Der Kern mit Wohnturm und Kapelle befindet sich im höchstenvyhlidkavez_m Teil des Felsenrückens. Zu ihm liegt von der Süd- und Westseite das umfangreicherste, durch eine Mauer mit Schützentürmchen begrenztes Objekt an, welchem bis heute der massive Fluchtturm dominiert (sog. Bergfrist).

 

Die Ruine wurde im Laufe des 19. Jh. zum beliebten Ausflugsort, in den dreißiger Jahren besuchte sie sogar der bekannte romantische Dichter Karel Hynek Mácha und fertigte deren koloriertes Porträt. In der zweiten Hälfte des 19.Jh. wurde am Gipfel des Fluchtturmes ein Ausblick errichtet, der durch eine neueingebaute Treppe zugänglich ist. Heute ist die Burg fast im ganzen Umfang in Bewaldung versteckt und wird touristisch nicht genutzt. Weiterhin aber gehört sie zu beliebten Ausflugszielen und Spaziergängen.

Herkunft: Mgr. Michal Soukup

 
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